Hier ist es friedlich, die Energie fein und einladend. Tatsächlich heißt Tambo Machay „Ort der Freude“. Und so hat diese kleine Tempelanlage auch auf uns gewirkt. Für die Inkas war dies hier ein besonderer Kultort des Wassers. Die beiden heiligen Brunnen werden von einer unterirdischen Quelle unbekannter Herkunft gespeist und rinnen nach wie vor über die perfekt angelegten Rinnen. Es heißt (wie fast bei allen Inkastätten mit einer Wasserspeisung), dass derjenige ewige Jugend, Schönheit und Fruchtbarkeit gewinne, wer von diesen Quellen trinkt. Wir trinken zwar nicht davon, sondern benetzen uns Gesicht, Kopf und Hände mit dem Wasser und hoffen das Beste ;)
Sonntag, 28. Februar 2016
Puca Pucara - City Tour
Weiter geht’s nach Puca Pucara, auch genannt die „Rote Festung“. Von Rot ist zwar nichts mehr zu sehen, aber die Ruinen liegen sehr malerisch mitten im Grünen. Man vermutet, dass Puca Pucara ein strategischer Kontrollpunkt war, voraussichtlich eine Zollstation. Außerdem bot er den Stafettenläufern (Postboten), den reisenden Kaufleuten und Pilgern wie auch dem Militär Rast und Unterkunft. Fast kann man sich vorstellen, wie es hier in den verschiedenen Räumen zugegangen sein mag.
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Qoricancha - City Tour
Die
City-Tour zahlt sich allemal aus (Achtung: Qoricancha ist im boleto
turistico nicht inbegriffen). Der Sonnentempel Qoricancha befindet sich
in der Stadt und war einer der wichtigsten Tempel der Inka und die
vollendetste der Inka-Bauten: die Steine waren perfekt gemeißelt, die
Maße stimmten milimetergenau, jede Mauer war erdbebensicher. Der Wert
der damaligen Inneneinrichtung muss schier unermesslich gewesen sein.
Ein Guide ist hier Pflicht, denn er erzählt wirklich sehr interessante
Geschichten und Details. Ansonsten würde man sich halt nur Steine
anschauen :)
Reisetipp: In Cusco gleich das Boleto turistico besorgen (130 Sol, Stand 2016), damit man alle Sehenswürdigkeiten in Cusco und Umgebung besuchen kann. Es gibt auch Tagestickets à 40 Sol, doch meistens braucht man dann doch insgesamt 3 Tage für die zahlreichen Stätten.
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Cusco
Die Altstadt Cuscos zieht uns sofort in ihren Bann. Wir befinden uns mitten im Reich der Inkas, dem sogenannten „Nabel der Welt“. Obwohl viel los ist, strahlt die Stadt Ruhe und Harmonie aus. Wir bummeln durch die verschiedenen Gassen, bestaunen die Mauern und Häuser aus der Kolonialzeit und geraten an der Plaza de Armas tatsächlich auf voll bewaffnetes Militär, die an diesem Sonntag ihre Aufwartung machen. Über der Stadt breitet Cristo Blanco, eine hohe Christus-Statue, seine Arme aus und macht seinem Bruder in Rio de Janeiro alle Ehre. Die Peruaner sind vor allem katholisch, jedoch stark verbunden mit Mutter Erde. Überall findet man den Einfluss aus früheren Zeiten. Bilder der Hl. Mutter Gottes zeigen Maria stets in einem recht massiven dreieckigem Gewand, das einen Berg - Patchamama (Mutter Erde) - darstellen soll. Ebenso finden sich in den Kirchen immer wieder Fresken, Bilder oder Reliefs der präinkanischen heiligen Tiere wie den Kondor, der für das Himmlische steht, den Puma, der das Leben darstellt und der Schlange, die dem Reich des Toten zugeordnet ist.
Reisetipp: Ruhig ein, zwei Tage „frei“ einplanen. Hier lässt es sich gut chillen ;) Die Stadt ist sehr sicher, bietet jede Menge lässige Lokale und lädt zum Bummeln ein. Wir steigen im „El Balcon“ ab und können das B&B wirklich empfehlen. Wer gerne eine „Kleinigkeit“ essen mag, geht am besten in „Jackys Cafe“ ein Stück hinter der Kathedrale wo es schmackhafte Toasts und Jackys leckeren Aperitivo zum Schlemmen gibt.
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Samstag, 27. Februar 2016
Raqchi & Andahuaylillas - Von Puno nach Cusco
Über den Abra La Raya Pass mit seinen 4.312 m Höhe mit seinen beeindruckenden Ausblicken auf die auch leicht mit Schnee angezuckerte Berglandschaft geht es am Ursprung eines der Quellflüsse des Amazonas (hier der Rio Urubamba) weiter. Der Pass markiert die Grenze zwischen Puno und Cusco. Kaum führt die Straße vom Pass nach unten, ändert sich rapide die Vegetation. Es grünt, wohin das Auge reicht und insgesamt scheint alles gepflegter und „reicher“ zu sein. Wir besichtigen die nette Tempelanlage Raqchi mit seiner besonderen Bauweise. Einmal mehr sieht man, was für großartige Architekten die Inka-Baumeister gewesen sein mussten. Die hohen mit Lehm verputzten Mauern halten durch eine Beimischung aus Kaktussaft nach all den Jahren immer noch dem vielen Regen stand.
Reisetipp: Auch für nicht Kirchen-Besichtigungs-Begeisterte: Andahuaylillas, genannt die „Sextinische Kapelle der Anden“, eine wahrhaft sehr spezielle Stätte, welche zudem von alten, über 400 Jahre alten Bäumen gesäumt wird.
Reisetipp: Auch für nicht Kirchen-Besichtigungs-Begeisterte: Andahuaylillas, genannt die „Sextinische Kapelle der Anden“, eine wahrhaft sehr spezielle Stätte, welche zudem von alten, über 400 Jahre alten Bäumen gesäumt wird.
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Pucarà - Von Puno nach Cusco
Ursprünglich wollten wir den „berühmten“ Andenzug von Puno nach Cusco nehmen, doch überteuerte Preise sowie die Aussicht, zehn Stunden im Zug zu sitzen, ließ uns über eine Agentur einen Tourbus buchen, bei dem wir auf dem Weg dorthin genau so viel Zeit brauchten, aber unterwegs einige Male halt machten, um mehr oder weniger interessante Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zu besuchen. Erste Station ist Pucarà (3.900 m Höhe) mit einer Tempelanlage aus der Prä-Inka-Zeit. Von diesem Ort kommen die torritos, die tönernen Stiere, die jedes Dach in der Umgebung zieren und den Haushalt vor Unheil beschützen sollen. Bevor die Spanier ihren Stempel aufdrückten, waren es nicht die Stiere, die beschützten, sonderneine mystische Figur mit dem Körper eines Lamas und dem Kopf eines Pumas. Dabei war es immer ein Paar, das den Dachbalken zierte: einWeibchen und ein Männchen, anlehnend an die Naturgesetze.
Reisetipp: Wir haben den Tourbus von Wonder Peru Expedition gebucht mit den Stationen Pucarà, La Raya, Mittagessen in Sicuani, Raqchi, Andahuaylillas und Ankunft Cusco.
Reisetipp: Wir haben den Tourbus von Wonder Peru Expedition gebucht mit den Stationen Pucarà, La Raya, Mittagessen in Sicuani, Raqchi, Andahuaylillas und Ankunft Cusco.
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Freitag, 26. Februar 2016
Sillustani - Lago Titicaca (Peru)
Der Besuch der Stätte Sillustani in der Nähe von Puno war sehr eindrucksvoll, denn ein Gewitter tobte genau über uns, Blitze zuckten vom Himmel und Donnergrollen ließ die Erde erbeben. Der Regen peitschte gegen die Fensterscheiben unseres Busses und ließ nur einen verschwommenen Blick auf die entfernten, hoch aufragenden Grabtürme von Sillustani, erahnen. Schließlich ließ der Regen nach und wir machten uns auf, um diese mystische Stätte zu erkunden. Der Guide ließ uns die Handys komplett ausschalten, da hier Blitze mehrfach eingeschlagen und auch die Türme beschädigt hatten. Unsere Ponchos wehten wild im Wind und wir nähern uns dem höchstem Grabturm, der 12 m in den Himmel ragt. Ursprünglich befanden sich diese Türme unter der Erde, doch durch den Regen wurden die Grabstätten nach und nach freigelegt. Doch Sillustani ist nicht nur ein Friedhof wie ursprünglich angenommen. Archäologen haben in den letzten drei Jahren zahlreiche neue Funde gemacht, die belegen, dass hier einmal eine Stadt gestanden haben muss. Man fand auch einen wertvollen Goldschatz, der allerdings in dunkle Kanäle verschwunden ist.
Reisetipp: Essen im Restaurant "Estancia" in Puno nahe der Fußgängerzone. Auf den ersten Blick wirkt das Innere etwas kühl, doch die frisch gepresste Limonade ist himmlisch und das Essen wirklich sehr lecker und zu einem wirklich guten Preis. Wir waren zwei mal in der "Estancia" zum Essen und wir würden wieder hingehen. Achtung: kaum bis keine Touristen ;)
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Lago Titicaca
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